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 Aus der Vereinschronik - 115 Jahre Sängerlust

 

 - Gründung des Gesangverein Sängerlust am 8. Juni 1895 durch die Herren
Wilhelm Koog
Heinrich Ruth
Jakob Spindler
Konrad Wink
Heinrich Lamm
Heinrich Gottlieb
Heinrich Gasche

- Heinrich Gasche wird erster Präsident des zunächst als Männerchor geführten Vereins.

- Erster Dirigent wurde Lehrer Konrad Stoppel dem nach einem Jahr Lehrer Eckell folgte.

- Von 1898 - 1905 leitete Lehrer Karl Berg den Männerchor. Der Verein zählte 1904 bereits 56 Mitglieder. Bei Konzerten und anderen öffentlichen Auftritten waren die Sänger damals gehalten, im schwarzen Anzug und weißem Binder zu erscheinen.

- Im Jahre 1915 sollte das 20 jährige Bestehen groß gefeiert werden. Dies wurde jedoch durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges jäh zerschlagen. Mehr als die Hälfte der Aktiven wurde zu den Waffen gerufen.

- Nach dem Ende des Krieges wurde im Januar 1919 die Vereinsarbeit unter Dirigent Karl Berg wieder aufgenommen. Der Verein wuchs bis 1920 auf 164 Mitglieder.

- Das 25 jährige Bestehen wurde mit einem vielbeachteten Festkonzert gefeiert.

- 1923 übernahm Opernsänger a.D. Fritz Boos das Amt des Dirigenten, Heinrich Gasche wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Konrad Kniss wurde sein Nachfolger als Vorsitzender, dem bald darauf Wilhelm Gottlieb folgte.

- Unter Dirigent Fritz Boos erhielt der Chor neuen Aufschwung und konnte bei vielen Konzerten das Publikum begeistern.

- 1927 wurde der Frauenchor der Sängerlust ins Leben gerufen.

- 1931 wurde Wilhelm Lehr zum Vorsitzenden gewählt, schon 6 Monate später übernahm Jean Wacker dieses Amt.

- Im Jahr 1935 folgte die Teilnahme der Sängerlust am Heimatspiel "Der Bachtanz von Selbold" das von Dirigent Fritz Boos einstudiert wurde. Der Erfolg war riesengroß, sodaß es mehrmals wiederholt werden musste.

- Mit Beginn des 2. Weltkrieges wurde die Vereinstätigkeit immer weniger. Wiederum wurden viele aktive Sänger zum Kriegsdienst eingezogen. 1940 kam das Vereinleben ganz zum Erliegen. Erst im November 1949 trafen sich 22 unentwegte Mitglieder um unter dem Vorsitz von Fritz Schäfer der Sängerlust wieder Leben einzuhauchen.

- Ab 1950 begann eine sehr aktive Phase des Vereins, wiederum unter Dirigent Fritz Boos. Konzerte, Operettenaufführungen und vor allem die Maskenbälle wurden Tradition.

- Das 50 jährige Jubiläum wurde mit Verspätung im Juni 1951 mit einem Fest im Brauhausgarten gefeiert. Einen schweren Verlust hatte die Sängerlust mit dem Tode von Fritz Boos im November 1951 zu tragen. Sein Nachfolger wurde Chormeister Hans Buhl aus Hanau.

- Nach dem Tod von Dirigent Hans Buhl wurde Werner Blum aus Offenbach neuer Chorleiter, der bis März 1961 dirigierte. Ihm folgten kurz hintereinander Herr Schlott, Dietrich Berndt, Peter Puth und Hans Saller.

- Nach 13 Jahren als Vorsitzender wurde Fritz Dietzel durch Heinrich Henning abgelöst und zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Das Fest zum 70 jährigen Jubiläum fand 'auf der Sieb' statt.

- 1967 wirkte der Verein aktiv bei der Verschwisterung von Langenselbold mit der holländischen Gemeinde Simpelveld mit.

- Im Oktober 1968 wurde ein Kinderchor unter der Leitung von Konrektor Karl Krauskopf gegründet. 1970 übernahm Musikwissenschaftler Joachim Schlichte den Chor der Sängerlust. In diesem Jahr feierte man den 70ten Geburtstag ihres Ehrenpräsidenten und Gönners Willi Kaus mit einem Ständchen.

- Am 15. März 1971 schlug das Schicksal für den Verein hart zu. Die langjährige Klavierbegleiterin Käthe Elsässer-Grebe verstarb. Sie hat die musikalische Entwicklung der Sängerlust wesentlich beeinflusst.

- Im Mai 1971 legte Heinrich Henning den Vorsitz nieder. Sein Nachfolger wurde Heinrich Ruth. Heinrich Ruth legte damals den Grundstein der noch heute bestehenden Langenselbolder Vereinsgemeinschaft, eine Initiative zur Terminabstimmung aller Vereine.

- 1975 wurde Jürgen Bischof Dirigent des Vereins. 1977 konnte das 50 jährige Gründungsjubiläum des Frauenchores gefeiert werden.

- 1979 löst Karl-Heinz Weitzel den 1. Vorsitzenden Heinrich Ruth ab.

- Die nächsten Dirigenten waren Hans Klein, Friedemann Kunter und Hubert Reuter. Mit Hubert Reuter kam der Verein zu weiteren großen Erfolgen wie Schallplattenaufnahme beim Hessischen Rundfunk, Konzertreise nach Prag und einem Gemeinschaftskonzert mit dem Prager Männerchor in der Klosterberghalle. Inzwischen war Heinrich Ruth wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt worden.

- 1986 stand eine große Konzertreise nach Rom auf dem Programm. Bei einer Papstaudienz am Petersplatz brachte der Chor einige Liedbeiträge und der Papst dankte dem Verein namentlich.

- Nach über 11 jähriger Amtszeit löst 1987 Wilhelm Wink Heinrich Ruth als Vorsitzenden ab. Heinrich Ruth wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

- Im Januar 1988 übernimmt Reinhard Platt den Vorsitz. Im gleichen Jahr gab es in der Klosterberghalle ein Gemeinschaftskonzert mit dem Chor Claire Fontaine aus der Partnergemeinde Mondelange.

- 1989 wurde Wilfried Hoffmann neuer 1. Vorsitzender und Hubert Reuter wurde nach 6 1/2 Jahren als Chorleiter feierlich verabschiedet. Sein Nachfolger wurde Dipl. Chorleiter Gottfried Kärner.

- Unter der Leitung von Vorstandsmitglied Willi Bretterbauer gab es einen 5 tägigen Vereinsausflug in die Steiermark, wo in Graz ein Kirchenkonzert gegeben wurde.

- Im Januar 1991 wird Helmut Lamm zum neuen Vorsitzenden gewählt. In diesem Jahr wurde auch der neue Übungs- und Vereinsraum in der Klosterberghalle bezogen.

- 1992 fuhr die Sängerlust unter der Leitung von Vizedirigent Willi Bretterbauer in die Obersteiermark. Höhepunkt war ein Kirchenkonzert in Leoben.

- 1994 stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen für die 100 Jahrfeier im nächsten Jahr. In diesem Jahr gab es auch einen Vereinsausflug ins schwäbische Aalen. Hier wurde in einer der schönsten Barockkirchen Deutschlands gesungen.

- Zum 100 jährigen Jubiläum wird der Sängerlust 1995 im Rahmen eines Festaktes in Rostock von Bundespräsident Roman Herzog die Zelter-Plakette, die höchste staatliche Auszeichnung für einen Gesangverein, verliehen.

- Im Jahr 1996 wurde der 2. Vorsitzende Willi Bretterbauer zum Vorsitzenden gewählt. Helmut Lamm konnte das Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausführen.

- Willi Bretterbauer diente der Sängerlust über 14 Jahre und ist somit einer der Vorsitzenden die am längsten das Amt für die Sängerlust inne hatten. In seiner Amtszeit sind richtungsweisende Beschlüsse getroffen und umgesetzt worden. Dazu gehörte auch z.B. die jährliche Ausrichtung des Marktbrunnenfestes, die Organisation von Konzerten und Ausflügen. Damit wird Willi Bretterbauer mit der Sängerlust in Langenselbold in Verbindung gebracht.

- Im Jahr 2000 verstarb unerwartet Fritz Reuther, der Jahrzehnte als Sänger des Gemischten Chors und als Vorstandmitglied dem Verein angehörte.Fritz Reuther war innerhalb des Vorstandes der Sängerlust zuständig für alle Arbeiten die der „Bildenden-Kunst“ zuzurechnen waren. Bei Festen und bei Umzügen, wenn es galt „Bühnenaufbauten“, „Festwagen“ und „Plakate“ zu entwerfen, da war Fritz Reuther zuständig und hat bei der vielen Arbeit immer selbst Hand angelegt. Sein Ableben hinterließ für die Sängerlust, eine bis jetzt nicht zu schließende Lücke. 

 

- Willi Bretterbauer schied im Jahr 2009 als Vorsitzender auf eigenem Wunsch und aus privaten Gründen aus dem Vorstand aus.

-   Die 2. Vorsitzende, Frau Christel Winterstein führte als kommissarische Vorsitzenden den Verein 6 Monate weiter, bis zur Neuwahl eines neuen 1. Vorsitzenden. Christel Winterstein verzichtete auf das Amt und lehnte eine Kandidatur aus zeitlichen Gründen ab.Roland Kunze stellte sich zur Wahl zum 1. Vorsitzenden und nahm das Amt an.

 - Im Frühjahr des Jahres 2010 verstarb der Ehrenvorsitzende Heinrich Ruth, in Alter von 86 Jahren, damit ist nach Fritz Reuther eine weitere Identitätsperson der Sängerlust verloren gegangen.